
Stress und Überlastung
Urlaubsreif und nie Zeit? Sind Sie als Dauerbrenner dauernd am Rennen? Haben Sie kaum mehr Energie für wichtige Projekte? Läuft ohne Sie nichts, müssen Sie am Ball bleiben?
Hätten Sie gern beruflichen Erfolg und trotzdem Zeit für sich oder Familie?
Oder wollen Sie einfach mal wieder richtig entspannen können?
Stress-Soforthilfe für den Akut-Fall
Was können Sie selbst tun, wenn Sie merken, dass eine stressige Situation gerade zu viel wird? Um handlungsfähig zu bleiben und weiter klar denken zu können, gibt es ein paar einfache Soforthilfe-Techniken, um ruhiger zu werden. Erst sind sie vielleicht etwas ungewohnt, aber nach ein paar Mal üben werden sie ganz natürlich wie von selbst ablaufen.
Aufmerksamkeit auf das Atmen
Schliessen Sie einfach die Augen und achten Sie auf Ihren Atem. Sie brauchen Ihr Atmen überhaupt nicht zu ändern, lassen Sie es einfach fließen. Sie werden feststellen, dass es sich nach einer Weile von selbst verändert hat.
Und wenn Sie bemerken, dass Ihre Aufmerksamkeit zu wandern beginnt, holen Sie sie einfach zurück und legen Sie den Fokus wieder auf das Atmen. Wenn Sie eine Spannung irgendwo im Körper wahrnehmen, stellen Sie sich einfach vor, an diese Stelle des Körpers hin zu atmen, so lockert sich eine Spannung meist.
Weil der Atem normalerweise unbewusst abläuft, Sie ihn aber teilweise bewusst steuern können, ist es relativ leicht, einen physiologischen Stress-Zustand zu ändern, indem Sie sich des Atmens bewusst werden.
Das "weiche Schauen"
Wie machen wir es meistens, wenn wir konzentriert etwas anschauen? Nehmen Sie sich einen Punkt an der Wand und schauen Sie ihn konzentriert an. Nach einer Weile werden Sie feststellen, dass Sie den restlichen Raum ungenauer wahrnehmen, vielleicht auch dunkler oder schwächer. Durch dieses "Starren" haben sie eine Art Tunnelblick, wie Sie ihn vom Fernsehen oder Computer kennen: Sie sehen nur den Bildschirm, alles aussen herum nehmen Sie kaum wahr. Bei Sorgen, Aufregung oder Stress hat man oft diese Art Tunnelblick.
Und darin liegt die Chance: Es gibt nämlich eine andere Art zu Schauen, das "weiche Schauen" oder periphere Sehen: ein Sehen mit "de-fokussiertem" Blick. Dabei vergrößert sich beim Anschauen eines Gegenstands das um ihn herum wahrgenommene Gesichtsfeld. Wenn Sie einen Punkt "weich" anschauen, lassen Sie Ihr Gesichtsfeld weit werden. Mehr und mehr bemerken Sie, was neben dem Punkt ist, und bald stellen Sie fest, dass Sie auch in den Augenwinkeln noch etwas wahrnehmen, auf beiden Seiten, als würden Sie hinter den Punkt schauen. Und Sie können Ihre Aufmerksamkeit noch weiter werden lassen, bis hinter sich, ganz herum, 360 Grad. Das heisst nun nicht, dass Sie hinter sich sehen können, aber Sie beginnen, alle Ihre Sinne zu nutzen, hören und fühlen, was Sie im Raum wahrnehmen und werden so auch besser gewahr, was hinter Ihnen ist.
Wenn Sie eine Weile in diesem "weichen Schauen" bleiben, stellen Sie vielleicht fest, dass Ihr Atem tiefer in den Bauch geht und langsamer geworden ist. Vielleicht haben sich die Gesichtsmuskeln entspannt, speziell die Kiefermuskeln, und Sie können da etwas nachhelfen, damit sie noch mehr entspannen können...
...und nach einer Weile kommen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit zurück, schauen wieder mit normalem Fokus klar und deutlich und Ihr Gesichtsfeld hat wieder normale Größe. Danach sind Sie wieder ganz wach im Hier und Jetzt, entspannt und voll frischer Energie.
